Literaturvertonungen

Literatur mit Öl und Klavier

Hörbuchvertonungen mit Klavier in Ölfarben illustriert.


Emerson 1836

Öl auf Leinwand 0,90m x 1,20m

E m e r s o n . 1 8 3 6

Literatur: Ralph Waldo Emerson – Nature
Label: American Renaissance Books
Gesprochen von Sam Torode
Erstmals erschienen, 1836

Instrumente: Klavier, Software Synthesizer

Die amerikanische Philosophie der Natur

Emersons Natur ist ein doppelbödiges Buch. Vordergründig geht es um das Wesen der Natur und darum, wie der Mensch durch diese zu sich selbst finden kann. Eher über Gefühle als über konkrete Handlungsanweisungen versucht Emerson eine bestimmte Haltung zu entwerfen: durch die unverfälschte Wahrnehmung der Natur sein eigenes Wesen zu entdecken. Auf einer zweiten Ebene aber ist dieses Plädoyer, der eigenen Wahrnehmung mehr zu trauen als allem anderen, auch eine handfeste politische Aussage – nämlich die, sich von überkommenen Vorstellungen zu lösen, und das heißt vor allem von dem europäischen Erbe. Deshalb ist Natur ein sehr amerikanisches Buch. Wie ein fernes Echo spricht hier eine Stimme aus jener Zeit, als Amerika seine kulturelle Identität zu entwickeln begann. Die Denkweise, die Emerson u. a. pflegten, wird in der Philosophie als Transzendentalismus bezeichnet – ein nicht sehr glücklicher Begriff, denn es handelt sich weniger um eine philosophische Schule als um eine geistig-moralische Haltung, die oft konkrete politische Konsequenzen hatte. So war Emersons Eintreten gegen die Sklaverei, die er als der natürlichen Ordnung zuwiderlaufend empfand, seinerzeit nicht ungefährlich. In diesem Buch aber, seinem ersten, ist von Politik nur wenig die Rede. Es ruht in sich selbst und ist von tiefer Weisheit durchdrungen.

Quelle: https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/natur/6029


Thoreau 1849

Öl auf Leinwand 1,00m x 1,00m

T h o r e a u . 1 8 4 9

Literatur: Henry David Thoreau – Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat
Gesprochen von Helmut Qualtinger
Erstmals erschienen, 1849

Instrumente: Klavier, Software Synthesizer

Revolution gegen die Ungerechtigkeit

Als 1861 der amerikanische Bürgerkrieg ausbrach, erklärte Henry David Thoreau, dass er niemals mehr genesen werde: „Denn dieses Land macht mich krank.“ Der Schriftsteller litt zu diesem Zeitpunkt bereits längere Zeit an einer schweren Tuberkulose. Krank machte ihn aber auch die schwere moralische Schuld, die die amerikanische Regierung seit Jahren anhäufte: durch die Sklaverei, den Krieg gegen Mexiko und nun auch noch den Krieg im eigenen Land. Mehr als zehn Jahre zuvor hatte Thoreau eine Nacht im Gefängnis verbracht, weil er partout seine Steuern nicht zahlen wollte – seine Form des Protests gegen die Regierung, die mit seinen Steuergeldern Kriegsgerät für den Raubzug in Mexiko und Fesseln für die afrikanischen Sklaven auf den Baumwollfeldern der Südstaaten erwerben wollte. Seinen tief empfundenen Groll gegen einen Staat, der Unrecht tat und die Gerechtigkeit mit Füßen trat, schrieb sich Thoreau in seinem Essay Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat von der Seele. Das dünne Büchlein gehört zu den wenigen Werken, von denen man mit Recht behaupten kann, dass sie die Welt verändert haben: Für Bürgerrechtler und Kriegsgegner gehört es zur Grundbildung, bei den Hippies genoss es Kultstatus, Martin Luther King hat es zitiert und Mahatma Gandhi hat es in sein Konzept des gewaltlosen Widerstands eingebaut.

Quelle: https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/ueber-die-pflicht-zum-ungehorsam-gegen-den-staat/14150


Hesse 1922

Öl auf Leinwand 1,00m x 1,00m

Hesse . 1922

Literatur: Hermann Hesse – Siddhartha

Erstmals erschienen, 1922

Instrumente: Klavier

Ein indischer Lebenslauf

Der Zusammenbruch der europäischen Welt infolge des Ersten Weltkriegs erschien vielen wie der totale Untergang. Hermann Hesse war von der Krise der westlichen Zivilisation und ihrer Werte zutiefst erschüttert. Seiner Herkunft aus einer Missionarsfamilie wegen sehr religiös geprägt, fand er in den überkommenen Formen von Glauben und Theologie keinen Halt mehr. Beeinflusst von seinem Studium fernöstlicher Religionen und Weisheitslehren sowie von seiner Reise nach Ceylon und Sumatra im Jahr 1911 suchte er eine Brücke zwischen Orient und Okzident zu schlagen. Ihn beschäftigte die Frage nach dem gemeinsamen Kern aller Religionen und danach, was dieses Urreligiöse über einen selbst und das Leben an sich sagt. In Siddhartha schildert Hesse den Werdegang eines Brahmanensohns. Für diesen sind die Gemeinschaft der Asketen und seine Begegnung mit Buddha als Daseinserfahrung genauso wichtig wie sein weltliches Leben als Kaufmann und seine Liebe zu der schönen Kamala. Auf poetische Weise, in entfernter Anlehnung an eine Heiligenlegende, gestaltet Hesse die lebenslange Suche Siddharthas nach dem Sinn des Seins in der Welt.

Quelle: https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/siddhartha/4386


Literatur mit Öl und Klangsynthese

Hörbuchvertonungen mit monophonem Analogsynthesizer in Ölfarben illustriert.


Thoreau 1854

Öl auf Leinwand 0,70m x 1,00m

T h o r e a u . 1 8 5 4

Literatur: Henry David Thoreau – Walden
Label: SAGA Egmont
Gesprochen von Bernd Geiling
Erstmals erschienen, 1854

Instrument: Analog Synthesizer Model D

Im Einklang mit der Natur

Im Juli 1845 baut sich der Schriftsteller Henry David Thoreau in der Nähe seiner Heimatstadt Concord im US-Bundesstaat Massachusetts eine Blockhütte an einem einsamen Waldsee. Dorthin zieht er sich für die nächsten zwei Jahre zurück. Sein Ziel: Zu sich selbst und zurück zur Natur zu finden. In Walden – so der Name eines Teiches, der dem Buch den Titel gibt – skizziert Thoreau den Verlauf dieses Experiments. Besonderen Stellenwert räumt er ökonomischen Aspekten ein. Der Dichter schildert, wie er sich mit Fischfang, Getreide- und Gemüseanbau selbst versorgt, und erteilt Ratschläge, wie es gelingt, die Bedürfnisse auf ein Minimum zu reduzieren. So erhält der Leser tatsächlich recht handfeste Tipps zur Bewältigung des kargen Alltags. Das generationenübergreifende Kultbuch vieler Wandervögel und Strickpulloverträger hat aber auch eine gewichtige philosophisch-religiöse Seite: Thoreau beschreibt, wie er in der Waldeinsamkeit zu einem erweiterten Verständnis seiner selbst und der ihn umgebenden Natur gelangt. So fällt es ihm mit der Zeit immer leichter, auf den gewohnten Luxus zu verzichten und sich den bescheidenen Verhältnissen anzupassen. Auch wenn man es ihm nicht gleichtun möchte und man auf die Annehmlichkeiten des modernen Lebens nur ungern verzichtet: Walden ist nichts weniger als ein Ratgeber für ein besseres Leben.

Quelle: https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/walden/8272


Huxley 1932

Öl auf Leinwand 1,00m x 0,70m

H u x l e y . 1 9 3 2

Literatur: Aldous Huxley – Schöne neue Welt
Erstmals erschienen, 1932

Instrument: Analog Synthesizer Model D

Sex, Drogen und Leidenschaftslosigkeit

Wie sorgt man dafür, dass alle Menschen glücklich leben können? Ganz einfach: Man schafft Krankheit, Alter und sämtliche negativen Gefühle ab. Aldous Huxley schildert in Schöne neue Welt eine solche Utopie: Technischer Fortschritt hat jegliche Schmerzen besiegt und alle Probleme scheinbar gelöst. Die Menschen werden industriell produziert und schon im Embryonenalter auf ihre spätere Rolle in der Gesellschaft genormt, sodass sie diese perfekt ausfüllen können. Die Spanne zwischen Bedürfnis und Bedürfnisbefriedigung auf ein Minimum reduzieren – das ist das oberste Ziel einer äußerlich perfekten Spezies. Ein Ziel allerdings, das sich als Horrorvision entpuppt. Als Huxley 1931 sein Hauptwerk schrieb, waren geklonte Menschen, manipulierte Embryonen oder Psychopharmaka noch ferne Zukunftsmusik. Umso frappierender – und beklemmender – ist die brennende Aktualität des Buchs. Eine Welt, in der das gedankenlose Vergnügen zur Maxime erhoben wird? Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor. Dieser Roman ist nicht „immer noch“ lesenswert. Sondern mehr denn je.

Quelle: https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/schoene-neue-welt/7054


Thompson 1971

Öl auf Leinwand 0,80m x 1,00m

T h o m p s o n . 1 9 7 1

Literatur: Hunter S. Thompson – Fear and Loathing in Las Vegas
Label: Harper Perennial
Gesprochen von David Nathan
Erstmals erschienen, 1971

Instrument: Analog Synthesizer Model D

Radikale Abrechnung mit dem
„American Way of Life“

Die Geschichte spielt im Jahr 1971. Die ideelle Aufbruchsstimmung der Hippie-Ära ist in sich zusammengesackt wie ein taumelnder Boxer, der nach furiosem Start feststellt, dass er nie eine echte Chance hatte und nun den finalen, unausweichlichen Knockout kassiert. Die Geister von ’68 und Woodstock sind verblasst, Helden wie Hendrix und Joplin tot. Ohnmächtig steuert die Supermacht USA in Vietnam auf ihr größtes Trauma seit Pearl Harbor zu. Anstatt die Friedensbemühungen seines Vorgängers Lyndon B. Johnsons wie angekündigt fortzusetzen, hat Präsident Nixon das Wüten in Südostasien ausgeweitet. Napalm statt Flower Power. Nixon will den Feind zermürben. Er demoralisiert sein eigenes Land. Der Optimismus einer gesamten Generation liegt brach. Was bleibt, sind die Drogen.
Das ist die nationale Gemütslage, in der Hunter S. Thompson gemeinsam mit seinem Freund, dem Anwalt und Politaktivisten Oscar Zeta Acosta, zu seinem Trip nach Las Vegas aufbricht, und daraufhin das Werk „Fear and Loathing in Las Vegas: A Savage Journey to the Heart of the American Dream“ schrieb. Das Buch wird zum Sprachrohr einer Generation. Und später zum Kultfilm der Nachfolgegeneration. Mit Johnny Depp und Benicio Del Toro von Terry Gilliam (Monty Python) kongenial verfilmt, bleibt Hunter S. Thompsons schonungslose Beschreibung des Drogenkonsums und der radikalen Freiheitssuche der 60er bis heute unerreicht.
Das Verwischen von (Bewusstseins-)Grenzen ist ein Markenzeichen des Autors, der damit einen neuen journalistischen Stil kultiviert: den Gonzo-Journalismus.

Quelle: https://www.journalistenfilme.de/fear-and-loathing-las-vegas/#:~:text=Thompson.,seines%20Alter%20Egos%20Raoul%20Duke.&text=V%C3%B6llig%20durch%2C%20schon%20bei%20der,Mint%20400%2DCrossrennen%20zu%20berichten.


Schucman 1975

Öl auf Leinwand 1,20m x 0,90m

S c h u c m a n . 1 9 7 5

Audiopublikation: Kenneth Wapnick – Was ein Kurs in Wundern besagt
Label: Greuthof Verlag, www.greuthof.de
Gesprochen von Hans Müller
Erstmals Erschienen, 1975

Instrument: Analog Synthesizer Model D

Ein Kurs in Wundern ®

A Course in Miracles ® wurde von Helen Schucman durch eine innere Führung in einem siebenjährigen Prozess niedergeschrieben und 1975 in den USA veröffentlicht. Sein Anliegen ist, einen Weg zu innerem Frieden zu weisen. Der Kurs zeigt das Denken von Angst und Schuld auf, in dem die Menschen in dieser Welt gefangen sind, und lehrt, dass es einen anderen, besseren Weg gibt, mit den schwierig erscheinenden Ereignissen, Situationen und Menschen umzugehen, die uns im Laufe unseres Lebens begegnen. Dieser »andere Weg« ist die – richtig verstandene – Vergebung. Mit ihr kehrt der Frieden in unser Bewusstsein zurück, der hinter Angst und Schuldgefühlen verborgen ist. Frieden ist die Voraussetzung dafür, einen ruhigen Geist zu erlangen und sich an Gott zu erinnern. Der Kurs ist nicht als Grundlage für eine neue Religion, Bewegung oder Vereinigung gedacht. Vielmehr dient er unabhängig von äußeren Autoritäten dem Selbststudium. Er richtet sich an Menschen, die nach einer friedlicheren Betrachtungsweise für ihr Leben und ihren Alltag suchen.

Quelle: Kurzinformation zu ein Kurs in Wundern, © Greuthof Verlag. https://www.greuthof.de/ekiw_kurzinfo.php


Die Musikimprovisationen können mittels QR-Code an den Gemälden abgerufen werden.